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Empfehlungen spezielle Risiken Klimatabelle Adressen Swimmingpool

 

In den Ferienorten gibt es Centros Médicos mit deutsch- und englischsprachigem Personal, auch zahlreiche deutsche niedergelassene Fachärzte (Adressen im "Mallorca-Magazin"). An vielen Stränden leistet das Rote Kreuz Erste Hilfe.

Empfehlenswert sind Privatkliniken, etwa:
Clínica Femenía, C/. Camilo José Cela, 20, Tel. 45 23 23
Clínica Juaneda, C/. Son Espanyolet, 55, Tel. 73 16 47

Mit der Chipkarte der Krankenkasse können Sie sich in der
staatlichen Klinik Son Dureta in Palma, C/. Andrea Doria, 55, Tel. 17 50 00, behandeln lassen.

Die Beratungsstelle der AOK,
Palma, C/. Santa Catalina de Siena, 2, Tel. 71 41 72, Fax 71 11 35, ist Mo.–Fr. von 9–17 Uhr
geöffnet.

Ärztlicher Notruf inselweit:
Urgencias Médicas (24 Std.), Tel. 72 22 22.    Notruf bei Unfällen: 061

 

Empfehlungen
Krankheit Risiko Impfschutz Anmerkung
Hepatitis A ja Risikogruppen Auffrischung alle 10 Jahre.
Hepatitis B ja Risikogruppen Auffrischung alle 10 Jahre.
Tetanus ja ja Auffrischung alle 10 Jahre.
Diphtherie ja ja Auffrischung alle 10 Jahre.

 

spezielle Risiken
Krankheit Anmerkung
Aids Infizierte: 120.000 ( bis Ende 1997)
0,57% von der Erwachs. Gesamtbev., 68 % aus der Drogenszene
Darminfektionen Parasiten, Bakterien, Viren (Wurmbefall, Shigellen, Salmonellen, Amöben, Lamblien)
Zeckenbißfieber Vorkommen: landesweit
Übertragungsmonate: April - Oktober

 

Klimatabelle
Monat 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12
Min. Temp °C 2 2 5 7 10 15 17 17 14 10 5 2
Max. Temp °C 9 11 15 18 21 27 31 30 25 20 13 9
Feuchtigkeit % 79 73 68 62 61 54 46 49 59 70 75 78
Regentage 8 7 10 9 10 5 2 3 6 8 9 10

 

Adressen
Deutsche Botschaft in Madrid
Embajada de la Republica Federal de Alemania
Calle de Fortuny 8, 28010 Madrid
Telefon (0034 1) 557 90 00
Fax (0034 1) 310 21 04 (vorgesehen: 557 90 01), Telex (052) 27 768 aamdr e
Ärztliche Hilfe:
Madrid

Dr. Ulrich Hinderer, Klinik f. Plast. Chirurg.
Calle de la Masó, 83, Colonia Mirasierra, 28034 Madrid, Tel. 7 38 88 67
Malaga
Dr. Nicolaas Hakman, Clinica el Hamondial
Calle Pozos 141/142, Urb. La Sierrezuela, 29649 Mijas Costa
Tel. 2 46 43 07, Mobil Tel. 9 08 95 39 98
Valencia
Dr. Juan Carlos Bernal-Sprekelsen
Hospital Clinico Universitario, Departamento de Cirurgia
Av. Blasco-Ibanez 17, 46010 Valencia, Tel. 3 86 26 00

Rettungshubschrauber Notruf:   971 89 44 44

 

Swimmingpools
Erinnerungen an Badefreuden

Im Schwimmbad riecht es intensiv nach Chlor, nach dem Baden sind die Augen stark gerötet, sie brennen, die Haut juckt. Ist das der Preis für hygienisch einwandfreies Wasser? Intensiver Schwimmbadgeruch sollte mißtrauisch machen. Denn dieser Duft ist letztendlich ein Indikator für Verschmutzung. Das Badewasser wird mit sogenanntem freiem Chlor desinfiziert. Freies Chlor riecht praktisch nicht. Allerdings reagiert es mit organischen Stoffen, also allem, was der Mensch im Wasser läßt, zu gebundenem Chlor. Das desinfiziert kaum noch, stinkt aber, reizt die Augen und ist außerdem ein Hinweis darauf, daß es mit der Hygiene im Bad vielleicht auch sonst nicht so weit her ist.

Ganz ohne reinigende Chemie geht es leider nicht. Jeder Mensch verliert beim Schwimmen jede Menge organischer Stoffe, vor allem, wenn er vorher nicht frisch geduscht hat: eine Milliarde Keime, dazu Haare, Schweiß, Hautschuppen und im Schnitt 50 Milliliter Urin, soviel Flüssigkeit, wie er durchschnittlich beim Badespaß auch wieder schluckt. Klingt eklig. Dank guter Wasseraufbereitung ist das normalerweise nicht so schlimm.

"Im Jahr baden bei uns 400 Millionen Menschen", sagt Friedrich Kunze, Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen: "Und wir wissen von keinem einzigen, der sich mit irgend etwas angesteckt hat." Auch Georg-Joachim Tuschewitzki, Badewasserspezialist am Hygieneinstitut des Ruhrgebiets in Gelsenkirchen, warnt vor Panikmache: "Keime sind überall. Jeder trägt sie in seinem Körper mit sich herum. Gesunde Menschen mit intakter Haut haben kaum etwas zu fürchten. Anfälliger sind aber Kleinstkinder, alte und immungeschwächte Menschen."

Typische Mitbringsel aus Schwimmbädern: Fußpilz, Warzen, Hautentzündungen, Entzündungen der Bindehäute, der Gehörgänge und des Mittelohrs.

Badet der Schwimmer in einem öffentlichen deutschen Bad, so kann er damit rechnen, daß das Wasser nach einer DIN-Norm gechlort und aufbereitet wird. Nur: Um diesen hohen Anspruch zu erfüllen, ist nicht nur moderne Technik, sondern auch geschultes und engagiertes Personal nötig.

Im Ausland, aber auch in manchen deutschen Hotel und Privatbecken, die nicht der öffentlichen Aufsicht unterliegen, sieht es deshalb leider oft trübe aus. Wie es um die Hygiene bestellt ist, läßt sich leicht erkennen. Durchdringender Chlorgeruch und Schmutz verraten fehlende Pflege: Fettränder am Rand, Schimmel in den Ritzen, Algen in den Außenbecken, trübes Wasser im Pool. Vorsicht ist geboten, wenn das Bad ständig überfüllt ist denn die Wasseraufbereitung ist immer nur für eine gewisse Besucherzahl ausgelegt.

Mißtrauen ist angebracht, wenn in den Badepausen oder abends einfach nur ein Becher Chlor in das Wasser geschüttet wird (wie es in vielen amerikanischen Freibädern üblich ist). Das Chlor kann sich nicht verteilen, Keime vermehren sich munter weiter.

Im warmen Wasser von Whirlpools können sich Keime bei unzureichender Chlorierung sogar explosionsartig fortpflanzen. Wird so ein "Jacuzzi" ständig genutzt, ist wenig zu befürchten. Das Wasser bleibt in Bewegung, wird regelmäßig aufbereitet und ausgetauscht. Gefährlich kann es nur werden, wenn ein Whirlpool nach langer Unterbrechung wieder in Betrieb genommen und nicht richtig gewartet wird. Bei den billigen und älteren Modellen fließt das Wasser in den Rohren nicht vollständig ab, Keimkolonien entwickeln sich zu dicken Belägen, der nächste Badende flutet sie wieder zurück ins Becken. Entwickelt sich auch noch Sprühnebel, können die Keime in die Lunge gelangen. Hygienespezialist Tuschewitzki sagt: "Wenn man überhaupt vor irgend etwas im Schwimmbad warnen sollte, ist es das."

Tips:

  • Tragen Sie Badeschuhe. Auf Teppichen und Matten halten sich Pilzsporen und Keime besonders hartnäckig.
  • Vermeiden Sie Hautkontakt. Benutzen Sie auf Liegen, in der Umkleide und in der Sauna immer ein Handtuch als Unterlage, und zwar immer mit derselben Seite nach unten.
  • Ziehen Sie Ihre Badekleidung nach dem Baden rasch aus, damit die Haut nicht zusätzlich aufweicht.
  • Duschen Sie vor und nach dem Baden. Trocknen Sie auch Ihre Füße gut ab - die beste Vorbeugung gegen Fußpilz.
  • Sich vor dem Bad dick mit Vaseline einzucremen - ein beliebtes Hausmittel - bringt nichts. Ganz im Gegenteil: Manche Keime setzen sich auf Fett besonders gern fest.